Weper – Kurzversion

Kurztext Weper


ausführliche
Informationen


Die Weper bildet einen in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Höhenzug, der sich zwischen  Moringen im Norden, Hardegsen im Süden, dem Solling im Westen und dem Leinetal im Osten befindet.
Somit liegt nur ein Teil der Weper innerhalb der Gemeindegrenzen der Stadt Hardegsen, ein anderer befindet sich bereits auf dem angrenzenden Gebiet der Stadt Moringen.

Geographisch gehört die Weper zum Weser-Leine-Bergland.

Im schmaleren Südteil ist die Weper bewaldet, während sie im weitläufigeren Nordteil mehrheitlich waldarm ist.

Auf einer Fläche von ca. 200 ha wurde 1983 ein Teil der Weper von der Nds. Landesregierung zum Naturschutzgebiet erklärt (NSG BR 054), weil es sich um einen der größten und artenreichsten Halbtrockenrasen Niedersachsens mit Pionierrasen, Gebüschen und Kalkschuttflächen handelt. 

Trockenrasen bzw. Halbtrockenrasen (je nach Intensität) sind besondere Biotope, die zu den Magerrasen gehören (mager hier im Sinne von nährstoffarm). Auf Grund des kalkigen Untergrundes werden die Halbtrockenrasen auf der Weper auch als Kalkmagerrasen oder Kalktrockenrasen bezeichnet. Auf Trockenrasen siedeln sich wegen des Wasser- und Nährstoffmangels vor allem solche Pflanzen an, die eine hohe Trockenheitsresistenz aufweisen. Bevorzugte Lagen sind häufig südexponierte Hänge mit guten Drainagebedingungen.

Die Halbtrockenrasen der Weper – mit zahlreichen Orchideenarten – sind mit Trockengebüschen vergesellschaftet. Die Trockenrasen  werden von strukturreichen Gehölzbeständen, Waldmeisterbuchen- und Labkraut-Eichen-Hainbuchenwäldern durchsetzt.

Eine regelmäßige Beweidung führte in der Vergangenheit zu der Entstehung der Halbtrockenrasen. Auch heute werden diese Flächen von Schafen und Ziegen beweidet, um diese wertvollen Biotope zu erhalten. Als weitere Schutzmaßnahmen werden regelmäßige Entkusselungsmaßnahmen durchgeführt, damit die Trockengebüsche die restliche Vegetation nicht überwuchern.

Die vorherrschenden (extremen) Bedingungen kommen vielen (seltenen) Tier- und Pflanzenarten zugute, wie z. B. neben den schon genannten Orchideen auch vielen Insekten, Spinnen oder Reptilien.