Kirchen in den Ortsteilen – Kurzversion

Kurztext Kirchen in den Ortsteilen


ausführliche
Informationen


Kirche St. Lamberti Hevensen

Die erste Kirche wurde wahrscheinlich als romanische Hallenkirche mit einem Rechteckchor gebaut. Reste der romanischen Kirche, in Form von zugemauerten Bögen, kamen beim Abbruch des alten Turmes (1884) zum Vorschein und sind heute noch zu sehen. Aus diesen Bögen ist zu schließen, dass der Eingang an der Westseite der Kirche durch den Turm ging. Die Kirche war zu dieser Zeit vermutlich das erste massive Gebäude und diente in unruhigen Zeiten der Bevölkerung als Schutz.

1479 wurde die Kirche in einigen der damals zahlreichen Fehden zerstört und 1484 im gotischen Stil neu errichtet. Im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg wurde das Gebäude schwer beschädigt und jeweils im damals üblichen Stil ausgebessert.

Bei den Ausbesserungsarbeiten im Jahr 1822 wurden nicht nur Zimmer- und Dachdeckerarbeiten ausgeführt, sondern auch innen und außen neue Treppen eingebaut. Im Inneren wurden eine neue Empore, neue Bänke sowie drei neue Fenster eingebaut. Dazu kam 1852 eine neue Glocke. Der alte baufällig gewordene Turm wurde 1885 abgebrochen. Drei Jahre später konnte der neue Turm eingeweiht werden. 1932 wurde das Kirchenschiff neu ausgemalt.

Genaue Kunde über die Glocken in St. Lamberti in früherer Zeit gibt es nicht. Im Dreißigjährigen Krieg sollen zwei Glocken nach Moringen gekommen sein, eine blieb in Hevensen. Als der Turm baufällig wurde, kam die Glocke in ein Gestell auf den Schulhof. Die im Jahr 1887 gegossene neue Glocke wurde im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die 1926 gegossene Glocke eingeschmolzen.1949 wurden zwei eiserne Glocken angeschafft und bereits 1978 und 1987 durch ein Dreier-Geläut aus Bronzeglocken ersetzt.

Eine besondere Zierde der St. Lamberti Kirche ist der geschnitzte Flügelaltar aus dem Jahr 1494. Er zeigt neben der Feiertagsseite auf zwei Bildtafeln die Geburt Christi in einer Schneelandschaft. Nördlich der Alpen sind nur noch zwei weitere Winterlandschaften mit der Geburt Christi bekannt. Diese sind im Frankfurter Städelmuseum und im Züricher Stadtmuseum zu sehen.

Weitere Kirchen werden in der Langfassung vorgestellt.

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